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Die Praxis für Chinesische Medizin, Akupunktur und Massage in Berlin Prenzlauer Berg


Chinesische Medizin

Buchseite aus einem traditionellen chinesischen Medizinbuch

Chinesische Medizin


Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) ist eine über Jahrtausende gewachsene Heilkunst. Sie beruht auf einem eigenen, mit der philosophischen und kulturellen Geschichte Chinas eng verwobenen Denkmodell.
Wichtige Aspekte dieses Modells sind u.a. das Gleichgewicht des Gegensatzpaares Yin und Yang sowie der Fluss der Lebensenergie Qi, die das Wohlbefinden eines Menschen steuern.
Gesundheit ist demnach gleichbedeutend mit dem freien Fluss der Lebensenergie Qi und dem Gleichgewicht von Yin und Yang. Das Ungleichgewicht, also die Krankheit, wird durch eine Kombination verschiedener Faktoren verursacht, die vom Therapeuten nach den Regeln der chinesischen Medizin untersucht, differenziert und eingeordnet werden.
Im Laufe der Jahrhunderte wurden Lebensäußerungen, Emotionen, vitale Körperfunktionen und die Vielseitigkeit der Erscheinungsbilder von Erkrankungen in eine klare systematisierte Ordnung gebracht.
Die Äußerungen des Patienten und die Beobachtungen des Therapeuten oder Arztes werden in ein Entsprechungssystem eingegliedert und sogenannten Funktionskreisen zugeordnet, welche zumindest namentlich den uns bekannten Organen ähneln.
Eine Trennung zwischen Psyche und Körper, wie in der westlichen Medizin vorherrschend, findet nicht statt. 
Jegliche Äußerungen des Patienten als Ausdruck seines energetischen Zustandes werden als Leitkriterien verstanden und den zugehörigen Funktionskreisen zugeordnet.
Hauptanliegen der traditionellen chinesischen Diagnostik ist es, den Menschen individuell und in seiner Gesamtheit zu betrachten. In der chinesisch-medizinischen Anamnese wird nicht nur nach den aktuellen Beschwerden und Symptomen gefragt. Auch frühere Krankheiten, auffällige Erkrankungen oder Ereignisse in der Familie und das allgemeine Wohlbefinden spielen eine Rolle. Die Betrachtung von Hautfarbe, Gesicht und Körpermerkmalen und gegebenenfalls eine körperliche Untersuchung fließen mit ein.
Puls- und Zungendiagnose stellen einen besonders wichtigen Bestandteil der Untersuchung dar.
Bei der Betrachtung der Zunge geben Form, Farbe und Bewegung des Zungenkörpers und die Beschaffenheit des Belages wichtige diagnostische Hinweise.
Die Pulse werden an jeweils drei Positionen an beiden Handgelenken getastet und beurteilt. Diese Pulspositionen sind den Funktionskreisen (inneren Organen) und ihren 12 Hauptleitbahnen bzw. Meridianen zugeordnet, durch die das Qi sich im gesamten Körper verteilt. Es gibt ca. 28 verschiedene Pulsqualitäten, wobei Frequenz, Stärke und Ausdrucksform des Pulses diagnostisch bewertet werden.
Nach Auswertung der einzelnen diagnostischen Schritte wird eine chinesisch-medizinische Diagnose erstellt. Diese ermöglicht es, die passende Kombination von Akupunktur-Punkten und eine geeignete chinesische Kräuterrezeptur zu finden und anzuwenden.

Die fünf Säulen der chinesischen Medizin

  • Akupunktur und Moxibustion (Wärmeanwendung)
  • Chinesische Arzneimitteltherapie (Kräuterheilkunde)
  • Tuina Therapie (Massage, Akupressur, manuelle Therapie)
  • Chinesische Diätetik (Ernährungslehre)
  • medizinisches Qigong (Atem- und Bewegungsübungen)

Was kann die Chinesische Medizin leisten?

Die Stärken der Chinesischen Medizin liegen zum einen darin begründet, dass mittels der diagnostischen Möglichkeiten sich gerade entwickelnde Krankheitszustände erkannt und behandelt werden können und zum anderen chronische Störungen positiv beeinflusst oder behoben werden können.
Bei Erschöpfung, Energiemangel, Stress, Schlaflosigkeit, Verdauungsbeschwerden, akuten und chronischen Schmerzen, Beschwerden am Bewegungsapperat, Menstruationsstörungen, chronischer Rhinitis, Allergien, Heuschnupfen, funktionellen Beschwerden (ohne organische Ursache), Alterserscheinungen sowie Kinderkrankheiten können Akupunktur, Kräuter und Tuina eine sehr gute Wirkung zeigen.
Auch bei schweren Krankheitsbildern, wie z.B. Beschwerden in Zusammenhang mit einer HIV-Infektion, Krebs oder Autoimmunerkrankungen, können Akupunktur, Tuina-Massage und chinesische Arzneimitteltherapie gut begleitend zur entsprechenden schulmedizinischen Therapie eingesetzt werden, um diese sinnvoll zu ergänzen und/oder deren Nebenwirkungen zu lindern. In diesem Zusammenhang kommt der Stärkung der Konstitution und der Widerstandskraft eine entscheidende Bedeutung zu.
Eine Aufzählung aller Krankheiten, die mit TCM behandelt werden können, erscheint nicht sinnvoll. Die Chinesische Medizin betrachtet den Menschen als Ganzes. Es werden nicht nur lokale Störungen behandelt, sondern auch deren Ursachen, welche möglicherweise ganz woanders als am Ort des Erscheinens der Symptome zu suchen sind.
Jede gesundheitliche Störung entwickelt sich auf ihre eigene Art und Weise und ist eng verknüpft mit der individuellen Geschichte eines Menschen. Auch wenn bei verschiedenen Menschen ähnliche Symptome auftreten, so können die Ursachen dafür doch sehr vielfältig und unterschiedlich sein.
Demzufolge erhält jeder Patient seine eigene, ganz individuelle Behandlung.
Zur individuellen Entspannung und Regeneration bei Stress, Überarbeitung und Erschöpfung oder nach sportlicher Betätigung sind vor allem die Tuina- Massage und die Akupunktur hervorragend geeignet.
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